Viele Trockentoilettensysteme setzen auf spezielle Toilettensitze für die Trennung von Urin und Fäzes, um Geruchsbildung durch die Umwandlung von Harnstoff in Ammoniak zu vermeiden. Unser bewährtes Verfahren hingegen verzichtet bewusst auf diese gewöhnungsbedürftigen Trenneinsätze. Stattdessen wird der Urin mit kohlenstoffreichen, holzartigen Materialien wie Hobelspänen, Sägespänen, Stroh, Rindenmulch oder Laub gefiltert und unsichtbar abgetrennt, bevor er mit dem Kompostgut in Kontakt kommt und integriert. So lässt sich unsere Komposttrenntoilette ganz normal und ohne Umstellung nutzen.
Urin als wertvolle Nährstoffquelle
Urin enthält den größten Anteil der Nährstoffe, die der menschliche Körper ausscheidet. Rund 80 % der düngerrelevanten Substanzen wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium und Spurenelemente sind im Urin in einer idealen Zusammensetzung vorhanden. Diese Nährstoffe sind essenziell für eine ausgeglichene Komposterde und eine hochwertige Terra Preta.
Keine Auswaschung von Krankheitserregern
Ein häufiges Argument für die Urinabtrennung ist die Sorge, dass pathogene Keime ins Erdreich ausgewaschen werden könnten. Dies ist in unserem System durch die Urinabtrennung ausgeschlossen. Etwas Flüssigkeit wird nach Bedarf dosiert auch an die Biomasse abgegeben. So bleibt die Feuchtigkeitsbalance im Bioreaktor optimal.
Fazit: Kein Gestank, keine Fäulnis – nur nährstoffreicher Kompost
Durch die Urinabtrennung vor dem Kompostierungsprozess entstehen keine unangenehmen Gerüche, keine Fäulnisprozesse, sondern ein hochwertiger, nährstoffreicher Kompost oder Terra Preta – und das bei einem besseren Sitzkomfort als auf einem herkömmlichen WC.







